Mengerskirchen 2017

Unser diesjähriges Ziel war das Ferienheim Winnau in Mengerskirchen sein. Das Zeltlager fand in der Zeit vom 07.08.2017 bis zum 18.08.2017 statt. Bereits am Freitag, 04.08.2017, machte sich unser Aufbauteam mit ca. 15 Personen und der LKW auf den Weg nach Mengerskirchen.

Im folgenden findet ihr zu jeden Tag einen kleinen Bericht und einige Bilder.
Viel Spaß beim durchklicken!

Das Ferienheim
Der Zeltplatz

Vorbereitungswochenende

Vom 24.03.- 26.03. waren 16 Leiter und Helfer am Zeltplatz in Mengerskirchen um wichtige Vorbereitungen für das Zeltlager zu treffen. Es wurden Einkaufsmöglichkeiten abgecheckt, Gruppenspiele vorbereitet, die Gegend erkundschaftet, Ziele für die Tagesausflüge gesucht und viele weitere Dinge vorbereitet.
Das Zeltlager kann kommen. Wir freuen uns schon!

Vorbereitung der Lagerrallye
Planung der Gruppenspiele
Ein paar kühle Getränke helfen natürlich bei der Ideenfindung
Willi bei der Arbeit

Das Wetter hat auch gepasst
Testen des örtlichen Metzgers

Aufbauwochenende

Los geht's!
Am Freitagmorgen startete unser Aufbauteam in Richtung Mengerskirchen. Beim Eintreffen der Helfer war der LKW bereits vor Ort und es konnte sofort mit dem Ausladen begonnen werden. So konnten am Freitag bereits die Leiterzelte, sowie ein großer Teil der Kinderzelte aufgebaut werden. Am Samstag wurden dann die restlichen Kinderzelte und die Essenszelte aufgebaut. Auch die Technik wurde schon installiert und das Gepäck der Kinder ist in die Zelte eingezogen. Für gutes Essen vom Grill sorgte unser Küchenchef Raimund. Am Montag werden dann die 71 Kinder und restlichen Leiter und Helfer erwartet.


Jürgen ist stolz auf die geleistete Arbeit
Alle packen mit an
Gute Laune beim Aufbau

Abends wird gegrillt

Montag, 07.08.2017

Gegen 12 Uhr trafen die Kinder heute pünktlich am Zeltplatz in Mengerskirchen ein. Der Westerwald begrüßte uns mit optimalem Wetter, sodass geselliges Treiben auf dem Zeltplatz herrschte. Nach dem Beziehen der Zelte konnten die Gruppen im Spiel "Schlag den Leiter" bei verschiedenen Minispielen wie Toastbrot-Wettessen oder Gummistiefelweitschießen ihr Können unter Beweis stellen. Meistens hatten die Kinder ihre Gruppenleiter gut im Griff. Nach einem leckeren Abendessen mit Bockwurst und Kartoffelsalat folgte dann die erste Singerunde des Lagers.

Jürgen sorgt für einen geregelten Ablauf
Die "Endgegner" beim Toastbrotwettessen
Auch David schmeckt das Toast sehr gut
Luftballon-Aufblasen
"Erschmecken" verschiedener Lebensmittel
Wer schießt am weitesten?
Romantik am Lagerfeuer

Dienstag, 08.08.2017

Nach dem überaus freundlichen Wetter gestern präsentiere sich der Westerwald heute zwischenzeitlich von seiner nassen Seite. Der leichte Schauer hielt die meisten Kinder zunächst nicht davon ab, weiter ihren Tätigkeiten wie z. B. Fußball oder Riesen-"Vier gewinnt" nachzugehen. Des Weiteren wurde der freie Vormittag von vielen Gruppen dazu genutzt, um die ersten Bauten aus Holz anzufertigen. Dazu zählen Prestigeprojekte wie das Zimmern eines Fahnenmastes für die Gruppenfahne, aber auch praktische Gegenstände wie Schuhregale. Auch sorgte die erste Gruppe beim Lagerdienst für Sauberkeit und Ordnung. Nach einer Weile allerdings wurde der Regen stärker, sodass ein wenig Zeit in den Zelten verbracht werden musste. Jedoch fand der Schauer bald ein Ende, sodass die leeren Mägen der Kinder mit Hähnchenschnitzel, Reis und natürlich auch gesundem Salat gefüllt werden konnten.
Am Nachmittag hieß es dann: Auf zur Lagerrallye! Hierbei wurde die nähere Umgebung erkundet und es galt, Fragen zu dieser zu beantworten. Ein gewisses Maß an Orientierungsvermögen und auch fortgeschrittene Lesekenntnisse sind bei der Rallye stets von Vorteil. Dies mussten einige Kinder und auch Leiter heute feststellen. Nachdem alle Kinder den Zeltplatz wieder erreicht hatten, ließ man den Tag bei der Singerunde gemütlich ausklingen.

Deutschlands Fußballtalente beim Training
Zum Glück gibt's Europaletten
Steffen arbeitet, die anderen unterstützen ihn
Start der Lagerrallye
Lagerrallye
Großer Andrang an der Getränkestation

Mittwoch, 09.08.2017

Bei der gestrigen Lagerrallye konnten sich die Unicorns durchsetzen. Gestärkt durch ein gewohnt üppiges Frühstück, traten alle Kinder dann den Weg zu den zuvor gewählten AGs an. Dazu zählten zum Beispiel das Bauen von Insektenhotels oder "Schwedenstühlen". Außerdem konnten Gipshände, Frühstücksbrettchen, Taschen und eine Fotostory erstellt werden. Die Endgegner bewiesen am "Dutch Oven" ihre Kochkünste und zauberten u. a. Currywurst, Rosmarinkartoffeln oder Schokokuchen. Die anderen Gruppen freuten sich auf Frikadellen, Bratkartoffeln und Möhren.
Am Abend konnten die Kinder beim Abenteuernachtspiel, das mit dem Lämpchensuchspiel und der Rallye zu den Traditionsspielen des Lagers zählt, ihr detektivisches Gespür unter Beweis stellen. Der Wald musste von einem Fluch befreit werden, und verschiedene Charaktere wie z. B. ein Mönch, ein Bauer oder ein Totengräber gaben den Kindern Ratschläge und wichtige Gegenstände. Teilweise sollten sie die Kinder aber auch mit unerfüllbaren Aufträgen in die Irre führen. Die Kombination aus Motivation, Geschick und dem nötigen Quäntchen Glück führte schlussendlich dazu, dass die Funky Monkeys vor den Muppets und den Feuergeistern gewonnen haben.

Zimmern der Insektenhotels
Gipshände
Erstellen von Taschen
Currywurst aus dem "Dutch Oven" der Endgegner
Frühstücksbrettchen
Die Charaktere des Abenteuernachtspiels
Totengräber Janik sorgt für Traumata
Wer kann Felix' Zauberstab finden?

Donnerstag, 10.08.2017

O du nasser Westerwald...
Nach dem insgesamt durchaus zufriedenstellenden Wetter der letzten Tage dominierte heute Dauerregen das Lagerleben. Auf dem Zeltplatz machte es bei jedem Schritt kräftig "matsch". Da die üblichen Aktivitäten wie Fußball spielen oder Gruppenspiele heute also keine Option waren, suchten die Gruppenleiter nach Möglichkeiten der Indoor-Beschäftigung.
Nach dem Mittagessen, bestehend aus Backfisch mit Kartoffelpüree und Salat, setzten sich einige Gruppen mit den Bullis in Bewegung. Die Funky Monkeys fuhren gemeinsam mit dem weiblichen Teil der Endgegner nach Weilburg an der Lahn, um dort die Stadt und das Bergbaumuseum zu besuchen. Die Kichererbsenbande und die Feuergeister verbrachten ihren Nachmittag in einem Indoor-Spieleland (ähnlich Thikos) im 30 Minuten entfernten Limburg.
Die Endgegner und die Unicorns veranstalteten ein Poker-Turnier, das durchaus den ein oder anderen spannenden Showdown zu bieten hatte. Nach einer fesselnden Finalrunde stand Steffen Otte als Sieger fest.
Aufgrund des aufgeweichten Bodens wurde von der Singerunde und der ersten Nachtwanderung der jüngeren Kinder abgesehen, und es wurden stattdessen spontan zwei improvisierte Kinos im Essenszelt und im Aufenthaltsraum errichtet. So konnte der Tag trotz des mäßigen Wetters recht gut gefüllt werden. Die Kinder freuen sich nun auf den morgigen Tagesausflug nach Frankfurt in den Zoo und in die Innenstadt.

Kleinere Vergehen werden mit Spülen geahndet
Unsere Fahne speichert mehr Wasser als die Zisterne
Fabians Pokerface wird durch seine Sonnennbrille unterstützt
Poker ist wie Schach, nur ohne Würfel
Vorbereitungen für "Bibi und Tina"
Vorfreude auf "Lego Batman"
Glück Auf!
Kichererbsenbande - für Regen bestens gerüstet

Freitag, 11.08.2017

Der Wettergott meint es nicht gut mit uns. In Hessen regnet es unaufhörlich. Nichtsdestotrotz stand heute der Tagesausflug nach Frankfurt auf der Agenda. Um etwa 9 Uhr setzten sich - mehr oder weniger pünktlich - zwei Busse Richtung Frankfurt in Bewegung. Unsere freundlichen und kompetenten (Was ist schon eine verpasste Auffahrt?) Busfahrer sorgten für gute Stimmung, sodass man bei all dem Gesang und Gelärme den Regen fast vergaß.
Den ersten Teil des Ausflugs verbrachten wir im Zoo Frankfurt. Gruppenweise schwärmten die Kinder aus, um die vielen verschiedenen Tierarten zu bestaunen. Dazu zählten zum Beispiel Löwen, Nashörner, Zebras oder Erdmännchen. Für einige "Oh ist das süüüüß"-Momente sorgte das Streichelgehege der Ziegen, natürlich auch mit Nachwuchs. Als ebenfalls besonders faszinierend erwies sich das Affenhaus. Es ist immer wieder spannend, unsere nächsten Verwandten zu beobachten. Auch hier sorgte ein Baby für glänzende Augen. Das Pinguingehege wird derzeit neu gebaut und konnte leider nicht besichtigt werden.
Vom östlichen Ende der Innenstadt aus hatten die Kinder dann die Möglichkeit, Frankfurt zu erkunden. Einige Gruppen nutzten die Zeit für ein üppiges Mittagessen. Die Einkaufsstraße und der Shoppingtempel zogen dann die meisten Leute magisch an. Im "Zeil" und der Umgebung wurde ausgelassen gebummelt und der ein oder andere Einkauf getätigt, sodass einige Kinder bei der morgigen Disco mit einem neuen Outfit (und Jarno mit einem neuen Klappstuhl) glänzen können.

Neubau des Geheges - Pinguine können derzeit nicht geklaut werden
Streichelzoo
Das wohl süßeste Foto überhaupt
Halo i bims 1 Erdmännchen
Unterwegs auf der längsten Rolltreppe Europas
Blick vom Eisernen Steg auf das EZB-Gebäude

Samstag, 12.08.2017

"Wann wird's mal wieder richtig Sommer" von Rudi Carrell ist derzeit der Hit des Lagers und wird zum Beispiel beim Duschen gehört und auch gesungen. Der Song beschreibt das Wetter hier ziemlich gut. Es sei aber gesagt, dass es heute wieder etwas freundlicher war und der Regen ab und zu längere Pausen einlegte. So konnte man tatsächlich einige Kinder draußen spielen sehen, natürlich meistenteils mit Gummistiefeln.
Der Vormittag wurde von den Gruppen frei genutzt, sodass die Engegner zum Beispiel wieder eine Pokerrunde veranstalteten. Einige Kinder, die Schlamm und Nässe nicht fürchteten, befassten sich am Rand des Zeltplatzes mit dem Bau eines Staudamms. Manche Gruppen waren währenddessen damit beschäftigt, Kleidung und Feldbetten zu trocknen. Da der Boden in einem Essenszelt unerträglich matschig geworden war, wurde das Zelt kurzerhand zu einem Tausendfüßler umgewandelt und an eine andere Stelle gestellt.
Mittags gab es Hamburger. Wenn so viele hungrige Mäuler gestopft werden müssen, kann es an der Essensausgabe schonmal zu Problemen kommen. Den Endgegnern schmeckte es so gut, dass sie sich massiv vordrängelten und andere Leute um ihren Platz in der Warteschlange beraubten. Zur Strafe mussten sie am nächsten Tag stets am längsten auf ihr Essen warten.
Am Nachmittag startete dann die zweite Runde AGs. Das Wetter verhinderte das Bauen von Schwedenstühlen und die Fotostory, sodass stattdessen ein Kinderschminken und ein "Tipp-Kick"-Turnier veranstaltet wurden. Sieger war Lukas Schröder (Schalker).
Am Abend hieß es dann: Ich fühl' mich Disco! Fleißige Helfer und Leiter verwandelten den Aufenthaltsraum im Nu in den schönsten Radauschuppen Mengerskirchens. Das Musikteam unter der Leitung der DJs MC Ganta und Lightning Müsli und die u. a. als Weihnachtsmänner verkleideten Leiter sorgten für ordentlich Stimmung. Es wurde sowohl zu neueren Hits als auch zu Klassikern wie dem Sauerlandlied getanzt. Auch Polonaisen wurden mehrfach angezettelt. Willi Tigges veranstaltete einen spontanen Tanz-Crashkurs, der sich schnell zu einer großen Choreografie mit vielen Kindern entwickelte. Nach dieser tollen Party konnten die Kinder zufrieden und müde ins Bett gehen und sich auf den morgigen Jahrmarkt freuen.

Bau der Talsperre Winnau
Hier stand mal ein Essenszelt
Tipp-Kick
Lauris der Sternekoch
Dominik ist handwerklich begabt
Kinderschminken
Ich fühl' mich Disco!
Tanzmeister Willi und seine Schülerinnen

Sonntag, 13.08.2017

Kaum zu glauben, aber wahr: Der Wettergott hat unsere Gebete erhört! Jetzt kann auch Rudi Carrell einpacken. Sonnenschein und angenehme Wärme sorgten heute dafür, dass lebendiges Treiben auf dem Zeltplatz herrschte. So konnte man viele Kinder beim Fußball spielen, turnen oder toben beobachten. Vor den Leiterzelten versammelte man sich in geselliger Klappstuhlrunde zum Sonnen und Relaxen. Das Mittagessen, bestehend aus Gyros-Döner, schmeckte wie gewohnt klasse. Die Strafe von gestern hat scheinbar stark abgeschreckt, denn es drängelte sich niemand vor.
Der Sonntag ist im Zeltlager traditionell der Tag mit einer besonderen Veranstaltung. Diese bestand in den vergangen Jahren zum Beispiel aus Talentshows oder Aufführungen. Dieses Mal sollte ein Jahrmarkt für Freude sorgen. Dafür schmissen sich die Gruppenleiter ordentlich in Schale und präsentierten sich u. a. als Hexen oder Gefangene.
Unter Führung von David Heinrich an der Drehorgel setzte sich dann ein bunter Festzug aus Leitern und Helfern in Bewegung, der immer mehr Kinder anzog. David moderierte zudem die Aufführungen an. Christian Rams und Janik Rüther begaben sich in Lebensgefahr, indem sie eine mitreißende Feuershow mit Feuerspucken und Fackel Zuwerfen präsentierten. Einige Helfer führten einen lustigen Sketch auf. Den größten Applaus ernteten jedoch die Endgegner. Diese hatten zuvor eine Tanzchoreografie einstudiert, bei der sie mit Akrobatik und Taktgefühl glänzten. Highlight dieser Show war der finale Stunt, bei dem Jan Tschernisch im hohen Bogen durch die Gegend flog.
Danach hatten die Kinder Zeit, die Attraktionen des Jahrmarkts auszuprobieren. Dazu zählten zum Beispiel eine Fotowand oder das Handlesen bei Wahrsagerin Svenja Hennecke. Wie für einen Jahrmarkt typisch, wurden Waffeln, gebrannte Mandeln, Eis, Popcorn und Getränke angeboten. Essensmarken sorgten hier für eine gerechte Verteilung.
Daraufhin mussten sich die Gruppen in verschiedenen Minispielen wie Dosenwerfen, Kegeln oder Hula Hoop beweisen. Für besonders viel Erheiterung sorgte, dass man an der Fotowand nun der Lagerleitung und seinem Gruppenleiter mit nassen Schwämmen ins Gesicht werfen durfte. Felix Meier schlüpfte erneut in seine gewohnte Rolle als Fee, um die Kinder am Glücksrad zu belustigen. Die Gruppenkinder waren sichtlich begeistert und hatten eine Menge Spaß. Gewinner des Spiels sind die Unicorns vor den Fredeburgern und den Endgegnern.
Abends wurde über offenem Lagerfeuer gegrillt und ein Barbecue veranstaltet. Bei einem Open-Air-Kino ließ man den Abend gemütlich ausklingen. Zudem fand endlich die erste Nachtwanderung statt.

Vorfreude auf den Jahrmarkt
Feuerspucker Janik und Christian
Niklas und Johannes beim Sketch
Jan fliegt durch den Westerwald
Svenja sagt eine glückliche Beziehung und viele Kinder voraus
Kein Kommentar
Kegeln
Peng, voll ins Gesicht!

Montag, 14.08.2017

Die Sonne lacht in Mengerskirchen. Tagsüber standen heute Gruppenaktivitäten auf dem Plan. Daher konnten die Gruppen ihren Tag weitestgehend frei gestalten. Überall konnte man Kinder und Leiter beim Fußball oder Entspannen beobachten. Zum Mittag gab es Spinat mit Kartoffelpüree und Rührei. Dieses Essen fand wie immer nicht ganz so viel Anklang wie die Burger oder der Döner, aber dennoch war es dank unserem hervorragendem Küchenteam wieder sehr lecker und die Teller wurden geleert. Die Kinder konnten damit gesättigt und gestärkt ihren Nachmittag verbringen.
Um kurz nach Zwei begann dann die Messe mit Pastor Birkner, der eigens aus Bad Fredeburg angereist war. Wie in der heimischen Kirche, wurden die Kinder mit durchgängigem Glockenläuten auf unserer traditionsreichen Zeltlager-Glocke Frederick zum Gottesdienst gerufen. Gesang, eine Lesung, Fürbitten und auch die Kommunion durften nicht fehlen. Die darauf folgende freie Zeit wurde vielfältig genutzt. So fuhren die Endgegner zum Beispiel an den nahe gelegen See, um dort mit Beachvolleyball, Schwimmen und Relaxen die Sonne zu genießen. Andere Gruppen liefen nach Mengerskirchen, um dort einzukaufen, oder verbrachten ihre Zeit auf dem Zeltplatz. Nachdem die Kinder morgen noch einmal mit Gruppenaktivitäten beschäftigt sind, geht es am Mittwoch ins Schwimmbad nach Bad Homburg.

Willi hilft bei den Schwedenstühlen mit
Zaungucker basteln (Funkey Monkeys)
Zur Feier des Tages wird Frederick geläutet
Zeltlager-Messe mit Pastor Birkner
Verlesung der Fürbitten
Kommunion
Die Endgegner waschen sich gründlich den Sand ab
Bräunen der Astralkörper am See

Dienstag, 15.08.2017

Auch der heutige Tag konnte im Wesentlichen frei genutzt werden. Die Endgegner und die weiblichen Unicorns verzichteten sogar auf die Langschläfer-Weckzeit und standen früher als üblich auf, um ins etwa 40 Minuten entfernte Wetzlar zu fahren. In der dortigen Kletterhalle konnten sie beweisen, dass sie schwindelfrei sind und sich auf Abenteuer einlassen. Das Klettern, begleitet von Janik, Berit und Christian, hat allen großen Spaß bereitet. Andere Gruppen vertrieben sich die Zeit meist auf dem Zeltplatz. Anfangs konnte dies noch unter freiem Himmel geschehen. So versammelten sich zum Beispiel einige Gruppenleiter spontan zu einer Ballspielrunde. Das Mittagessen erfreute heute mit Hähnchen, Pommes, Erbsen und Möhren die Gemüter. Zum Nachtisch wurde Wackelpudding gereicht.
Hinterher zog es sich nach und nach zu. Nach einer Weile begann ein leichter Regenschauer, die Kinder ins Haus und in die Zelte zu treiben. Dort spielten sie beispielsweise Gesellschaftsspiele oder, wie sollte es anders sein, Poker. Zwei Gruppen hatten zuvor geplant, an den benachbarten See zu fahren, verzichteten ob der instabilen Wetterlage jedoch darauf.
Heute Abend sollte eigentlich das Lämpchensuchspiel stattfinden. Allerdings sagte der Wetterbericht Gewitter voraus, und daher war schnell klar, dass das Spiel auf morgen verschoben wird. Die Wettervorhersage sollte sich nicht bestätigen: es regnete nicht, sondern klarte sogar wieder etwas auf, sodass eine gemütliche Singerunde und eine Nachtwanderung stattfinden konnten. Die Erfahrungen der vergangenen Zeltlager haben uns jedoch gelehrt, dass ein Gewitter sehr plötzlich auftreten und extrem heftig ausfallen kann (siehe "2013"). Sicherheit geht daher vor.

Blick auf den Zeltplatz
Das Spiel "Die Werwölfe von Düsterwald" erfreut sich großer Beliebtheit
Spontane Pokerrunde
Ist es ein Vogel? Oder ein Flugzeug?
Die Endgegner und die Unicorn-Mädchen in der Kletterhalle Wetzlar
Wer braucht schon Reinhold Messner?

Mittwoch, 17.08.2017

Heute fuhren alle Gruppen gemeinsam in das Seedammbad in Bad Homburg vor der Höhe. Nach einem etwas früheren Wecken und dem Frühstück brachten uns zwei Busse zu unserem Ziel. Die Stimmung in den Bussen war ähnlich wie am Freitag. Das Schwimmbad hatte einiges zu bieten. Die große Liegewiese lud zum gemütlichen Entspannen und Bräunen ein, und am Sprungturm konnte man spektakuläre Kunstsprünge beobachten. Im Innenbereich gab es eine „Black Hole“-Rutsche, eine kleinere Rutsche, einen Whirlpool und vieles mehr. In den Schwimmbecken richteten die Leiter teils aggressive Kämpfe aus.
Abends kamen die Kinder dann zufrieden und erschöpft am Zeltplatz an und freuten sich auf die Pizza. Der Andrang an der Essensausgabe war so groß, dass das gerechte Verteilen eine logistische Herausforderung darstellte. Die Unicorn-Jungen hatten zuvor im Zelt massiv mit Deo herumgesprüht. Das ist ungünstig, weil so die Imprägnierung verloren geht und die Zelte undicht werden. Daher durften sie sich erst als Letzte Pizza holen.
Abends fand nach der Singerunde, bei der Peter Meier seine wohlbekannte „Rakete“ zum Besten gab, das Lämpchensuchspiel statt. Hierbei müssen die Kinder bei völliger Dunkelheit durch den Wald laufen. Taschenlampen sind nur in Notsituationen oder bei besonders unebenen Wegen gestattet. An verschiedenen Stationen, die mit Lampen auf sich aufmerksam machen und zunächst auch erstmal bemerkt werden müssen, gilt es dann, Fragen zu beantworten. Zum einen wird dabei das Allgemeinwissen auf die Probe gestellt, zum anderen werden aber auch spezielle Fragen zum aktuellen Zeltlager gestellt. Zudem bewerten die Helfer an den Stationen die Lautstärke der Gruppen. Wer von weitem zu hören ist, muss mit Punktabzug rechnen. Nach diesem schönen Tag dürften die meisten Kinder schnell eingeschlafen sein.

Innenbereich
Anarchie und Chaos im Außenbecken
Abgetaucht
Kompanie stillgestanden! Im Gleichschritt marsch!
Auch Ole springt gern
Eingangsbereich
Wenn die Blase drückt, muss der Naturschacht herhalten
Liegewiese

Donnerstag, 17.08.2017

Beim gestrigen Lämpchensuchspiel konnten die Fredeburger beweisen, dass sie das meiste von allen auf dem Kasten haben. Man muss aber auch sagen, dass es sich dabei um ein enorm knappes Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Unicorns und den Endgegnern handelte.
Heute stand dann das große Aufräumen an. Soweit es möglich war, räumten die meisten Kinder und Leiter bereits ihre Koffer ein. David und Ulla holten im Laufe des Tages den LKW aus Meschede ab. Die Leiterzelte und drei Gruppenzelte wurden bereits abgebaut, gereinigt und fachmännisch verpackt, sodass einige Leute die letzte Nacht in den Essenszelten verbringen müssen. Da es möglicherweise regnen sollte, war von "Himmeln" abzuraten.
Unser tolles Küchenteam zauberte uns heute Mittag einen leckeren Auflauf aus den Resten der vergangenen Tage. Am Abend stand traditionell Mantaschale (Currywurst Pommes-Mayo) auf der Speisekarte. Bei der Abendbesinnung wurde dann die Gelegenheit genutzt, um dem Küchenteam unter Führung von Raimund Beste zu danken. Rückblickend muss man sagen, dass sich für etwa 100 Leute immer sehr wenig Essensreste im "Schweineeimer" befanden. Allen Kindern hat das Essen im Zeltlager gut geschmeckt. (Es dürften sich auch einige Körpergewichte nach oben verschoben haben. Aber die Kinder sind ja noch im Wachstum.) Raimund, der von tosendem Applaus begrüßt wurde, wurde dann sogar die Ehre zuteil, das Gebet vorzutragen.
Die letzte Singerunde des Lagers ist immer von ein wenig Wehmut begleitet. Trotzdem, oder gerade deswegen, wird uns diese besonders in Erinnerung bleiben. Klassiker von "Bolle" bis "Im grünen Wald" wurden zum besten gegeben. Dass Jarno Lobe "Huk Alele", das er eigentlich nur einmal vertretungsweise für Willi singen sollte, vorträgt, gehörte in diesem Lager fest zur Singerunde. Felix Meier trat in die Fußstapfen seines Vaters und zündete die "Rakete". Willi lud die Kinder ein, heute seine Nachtwache zu begleiten und noch ein wenig mit ihm am Feuer zu sitzen.

Der Zeltplatz heute morgen
Abpumpen der Jauche
Dekontamination der Böden
Willi zeigt, wo's langgeht
Jeder packt mit an
Die Endgegner schlafen im stark nach Currywurst riechenden Essenszelt
Raimund hält eine flammende Rede

Freitag, 18.08.2017

Am Morgen wurden heute die letzten Koffer gepackt und die Feldbetten u. ä. abgebaut. Gegen 10:30 setzten sich die Busse mit den Kindern Richtung Fredeburg in Bewegung. Fleißige Leiter und Helfer blieben noch bis nachmittags auf dem Zeltplatz, um die Zelte abzubauen, den LKW einzuräumen und das Haus zu übergeben.
Damit ist das diesjährige Zeltlager in Mengerskirchen leider schon zu Ende. Wenngleich das Wetter nicht immer mitgespielt hat, haben wir dennoch zwölf wunderschöne Tage im Westerwald verbracht, die allen Kindern und Mitwirkenden noch lange in guter Erinnerung bleiben werden.